Wer nicht kackt nimmt nicht ab - Tabuthema Stuhlgang

MM-TRAINING: PERSONAL TRAINING & FITNESSKURSE IN AUGSBURG 

Menschen lieben es, Dinge kompliziert zu machen.

Vermutlich weil es ihnen dann leichter fällt, die Verantwortung von sich abzuschieben ohne das eigene Verhalten verändern oder hinterfragen zu müssen.

Bei unseren Personal Training Kunden  liegt genau an dieser Stelle ein ganz entscheidender Punkt: es müssen nachhaltige Veränderungen erzielt werden und das ist nur möglich, wenn ein ganz klares Wie und Warum definiert ist.

Gewichtsverlust ist dabei das beste Beispiel. Es ist bei weitem nicht ausreichend, einen "Diätplan" mit ein paar Anweisungen und Rezepten auszuhändigen. Wer abnehmen will, muss sich gezielt mit der Thematik auseinandersetzen und selbst gewissermaßen Experte werden. Wir als Personal Trainer können hierbei Wissen vermitteln und sehen uns als Begleiter sowie Unterstützer auf dem Weg unserer Kunden, die Umsetzung und das Streben nach den notwendigen Informationen muss direkt vom Kunden kommen. An dieser Stelle ist es entscheidend, die Dinge unkompliziert und praxisnah darzustellen.

Was nützt es, sich mit den chemischen Zusammensetzungen von Zuckerstoffen und Eiweisen auseinanderzusetzen, wenn bei 95 % der Menschen die elementarsten Basics falsch laufen?!

 Die Grundlegendste Frage beim Ernährungsverhalten im Alltag ist folgende:

 

Wie viel Nahrung nehme ich über den Tag im Wochenschnitt auf und wie, wie oft und wie viel davon scheide ich wieder aus.

 

Mir wurde schon mit Sicherheit 200 mal die Frage gestellt, welches die besten Lebensmittel zum Abnehmen seien (eine sinnlose Frage, wie ich finde) mich hat jedoch noch nie ein Kunde gefragt wie sein Stuhlgang auszusehen hat und in welcher Häufigkeit er auftreten sollte.

Der Stuhlgang ist in unserer Gesellschaft ein Tabuthema, jedoch lohnt es sich genau an dieser Stelle anzusetzen und es so einfach wie möglich zu halten:

 

Wer nicht mindestens einmal am Tag Stuhlgang in der richtigen Form und Menge ausscheidet, hat ein Problem.

 

So drastisch es klingt, aber mit diesem Satz sollte sich jeder Mensch vor einer Ernährungsumstellung auseinandersetzen. Wie der Organismus unsere Nahrung verwertet gibt entscheidend Aufschluss darüber, wie es um die Darmgesundheit steht und ob der Stoffwechsel überhaupt richtig funktioniert (also auch ob Fett verbrannt oder in Depots gespeichert wird!).

 

Wer keinen regelmäßigen Stuhlgang hat, isst unter Umständen einfach nur zu wenig. Das ist oft bei Frauen ein Thema. Es ist wichtig, genug zu essen - auch wenn das Abnehmen das Ziel ist. Man sollte in diesem Fall die Mengen zu erhöhen und dabei den Stuhlgang beobachten. Bleibt beides im selben Mengenverhältnis ist das ein gutes Zeichen - an dieser Stelle sollte mehr Sport und Bewegung sowie eine optimierte Ernährung ausreichen um Körperfett abzubauen.

Wer genug isst und die Nahrung dennoch nicht regelmäßig ausscheiden kann, sollte dringend ins Handeln kommen und sich mit seiner Darmgesundheit auseinandersetzen. Es ist ziemlich offensichtlich, dass die Mengen die man isst wieder ansatzweise in ähnlichem Verhältnis ausgeschieden werden können sollten. Stuhlgang ist ein Abfallprodukt der Verdauung und sollte nicht zu lange im Darmtrakt verbleiben, da sonst Giftstoffe in den Körper zurückgeführt werden. Der Darmtrakt kann sich entzünden und ein Blähgefühl bishin zu massiven Verdauungsstörungen und Bauchschmerzen können entstehen.

 

Ein weiteres Indiz für ein Problem mit der Verdauung liegt in der Konsistenz des Stuhls. Ist dieser zu weich, zu hart, verfärbt oder verklumpt, sollte gehandelt werden.

Guter Stuhlgang ist braun und hat eine breiig feste Konsistenz. Man benötigt nicht zu viel Klopapier um ihn danach abzuwischen und die Ausscheidung erfolgt schmerzfrei und ohne Pressen oder starkes Drücken.

 

Folgende fünf Punkte können dabei helfen, die Darmgesundheit zu verbessern:

  1. Die Qualität der Lebensmittel sollte erhöht werden. Industriell hergestellte Lebensmittel sind häufig mit Zusatzstoffen versehen, was es für unseren Organismus schwieriger macht, sie zu verwerten. Vor allem Menschen mit einer angeschlagenen Darmgesundheit können damit oft nur sehr schlecht umgehen und sollten ihre Lebensmittel in höchster Bio Qualität kaufen.
  2. Ausreichend Bewegung: vor allem vor dem ersten Stuhlgang sollten wir den Körper aktivieren (mindestens 30 Minuten gehen oder Mobilisations-/Kraftübungen). Außerdem hilft es, Morgens und Abends lauwarmes Wasser zu trinken.
  3. Nicht zu spät essen: nach 19 Uhr zu essen erschwert die Verdauung. Vor allem schwer verwertbare Kost und gehaltvolles Essen liegt einem im wahrsten Sinne des Wortes im Magen. Außerdem ist die Menge ganz entscheidend: wer permanent über das Sättigungsgefühl hinaus isst, tut seinem Verdauungstrakt keinen Gefallen. Die Grundregel lautet: man sollte nach dem Essen noch Appetit haben.
  4. Fastenkuren wirken Wunder. Intermittierendes Fasten sollte an der Tagesordnung stehen (16 Stunden ohne und 8 Stunden mit Nahrungsaufnahme). Durch die langen Essenspausen kann unser Körper die Nahrung perfekt verwerten und  heilt sich selbst. Für Menschen mit einem fortgeschrittenen Darmproblem ist eine mehrtägige Fastenkur empfehlenswert. Dies sollte unter Aufsicht eines Experten und / oder Arztes erfolgen.
  5. Mehr Pflanzen essen! Lebensmittel die in der Natur wachsen, sind für unseren Körper gut. Wir sollten sie so unverarbeitet wie möglich essen. Kann man das, was auf dem Teller liegt, hingegen nicht mehr als Nahrungsmittel in der Reinform erkennen, ist es fraglich.